Schmugglerpfade Dreiländereck

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Wanderweg Schmugglerpfade Dreiländereck

Im Grenzgebiet zwischen den Ländern Belgien, Deutschland und den Niederlanden, wurde zu Zeiten vor dem Schengener Abkommen, jede Menge über die Grenzen geschmuggelt. Sehr beliebt waren unter anderem Kaffee und Zigaretten, da diese in Deutschland deutlich teuerer waren.

Mit der Zeit bildeten sich dann richtige Schmugglerpfade durch die angrenzenden Wälder.

Über einen Teil dieser Pfade führt diese Runde.

Angefangen habe ich meine Runde auf dem Parkplatz an der Waldschenke auf der Lütticherstraße. Der Parkplatz befindet sich direkt an der Kreuzung Lütticherstraße / Ronheider Berg. Von dort ging es über die Straße und durch ein kleines Waldstück direkt hinter der Villa Ronheide erst einmal abwärts Richtung Aachen.

Da ich nicht dauernd auf das GPS Gerät geguckt habe, bin ich prompt an der Abbiegung vorbei gelaufen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Abbiegung als solche nicht zu erkennen war. Wer rechnet denn damit, dass man durch einen Weidezaun gehen muss. Daher bin ich einen kleinen Umweg von einem Kilometer gegangen. Aber da der Weg schön ruhig war, hat mich das nicht weiter gestört.
In der Karte ist der originale Weg rot eingezeichnet und mein gelaufener ist grün.

Kurz darauf ging es erneut über die Straße. Vorbei am Walddorf Kindergarten folgte sogleich der „von-Halfern-Park“.

 

Von-Halfern-Park

Nach dem Park ging es über den Preusweg dann auf den ersten kleinen Pfad, der einem einen Vorgeschmack gibt, auf das, was noch im weiteren Verlauf des Weges folgen wird.

An Ende dieses Weges befindet sich eine Parkbank mit Blick in Richtung Aachen. Wer also Zeit mitbringt, kann dort erst einmal ein wenig verweilen und die Aussicht genießen.

Weiter geht es erst einmal über normale, befestigte Waldwege bis zum inneren Landgraben.

Meiner Meinung nach zählt der innere Landgraben für mich mit zu den besonderen und schönsten Stellen im Aachener Wald.
Der innere Landgraben selber ist die ehemalige Grenze zwischen Stadt und Wald. Die Grenze diente dazu, dass die Bauern ihr Vieh nicht in den Wald schicken, die Städter ein Brennholz klauen konnten und Landstreicher nicht ohne weiteres in die Stadt und wieder raus kamen.

Nach diesem schon mystisch wirkenden Waldabschnitt geht es weiter durch den Aachener Wald bis rauf zum Dreiländerpunkt von Belgien, Deutschland und den Niederlanden.

Wer möchte, kann einen kleinen Abstecher vom Weg machen und die diversen Attraktionen besuchen.
Hier könnt ihr folgende Dinge erleben:

  • Den Grenzstein aller drei Länder besuchen und in wenigen Schritten durch drei Länder laufen.
  • Den höchsten Punkt der Niederlande besuchen.
  • Auf den belgischen oder niederländischen (etwas weiter entfernt) Aussichtsturm besuchen und die weite Aussicht über alle drei Länder genießen.
  • Euren Orientierungssinn im Labyrinth testen.
  • Mit Kindern den großen Spielplatz erkunden.
  • Die diversen Cafes und Restaurants besuchen.

Im Anschluss geht es nun wieder über befestige Wege durch den Wald. Nach einigen Kilometern verlasst ihr dann die „normalen“ Wege und kommt zu immer schmaleren Wegen. Irgendwann seit ihr ohne GPS Gerät eigentlich erstmal verloren.

Hier mal ein kleines Rätsel für euch: Wo glaubt ihr, geht der Weg weiter? 😀

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Durch die Spuren der Waldfahrzeuge könnte man glauben, der Weg würde nach links oben gehen, aber ich muss euch enttäuschen. Der Weg geht nämlich einfach nur gerade aus weiter und ist kaum noch zu sehen durch die Waldarbeiten. Ohne mein GPS Gerät wäre ich hier wohl komplett falsch gelaufen.

Wer nach der bisherigen Tour noch nicht genug gekrackselt ist und noch zu viel Energie besitzt, kann sich ja noch im Aachener Kletterwald austoben und dort seine Geschicklichkeit und „Höhentauglichkeit“ unter Beweis stellen.

Der Kletterwald selber steht bis heute noch auf meiner TODO Liste. Wer also Lust hast, gerne bei mir melden 🙂

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Da ich die Ecke aus meiner Jugend kenne, dachte ich eigentlich, dass der Weg nach dem Kletterwald nun fast vorbei wäre, da es bis Entenpful nicht mehr weit ist.

Aber falsch gedacht. Nach der erneuten Querung der Lütticher Straße ging es über die Brücke der Eisenbahnstrecke von Aachen nach Belgien. Auf der Brücke selber seht ihr die beiden Röhren des Buschtunnels. Bis vor ein paar Jahren exestierte nur die ältere der beiden Röhren. Das Besondere an dieser Röhre war, dass sie drei Gleise besitzte. 2 normale und eins in der Mitte für Züge mit sogenannter Lademaßüberschreitung. Diese konnten durch die Enge der Röhre nicht die normalen Gleise benutzen. Durch den Bau der 2. parallelen Röhre sind nun beide eingleisig und bieten somit genug Platz für Züge aller Art.

Eigentlich sollte der Weg nun direkt im Anschluss an das Geländer der Brücke rechts rein gehen, aber dieser Weg ist im Sommer komplett zugewachsen. Es gibt aber max. 10m weiter einen Weg, der über die anschließende Wiese geht.

Ab dort wird es wieder etwas kniffliger und erfordert wieder Trittsicherheit.

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Hat man den alten Schmugglerpfad geschaft und ist im „Tal“ angekommen, geht es an einem kleinen See vorbei und über ein Holzbrett über den Zulauf des Sees. Ich war sehr überrascht davon, dass es hier in Deutschland doch noch so Simple Überquerungen aus einem losen Brett gibt, wo doch sonst alles „Idiotensicher“ und jede „Brücke“ ein Geländer besitzen muss. Daher ist hier ein wenig Vorsicht geboten, da das Brett leicht wackelt und durch die Feuchtigkeit schnell rutschig wird.

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Nach der Überquerung des Zulaufs, geht es wieder über befestige Waldwege rauf, bis zu einem inzwischen ehemaligen Weg. Scheinbar will die Stadt Aachen, dass dieser „Weg“ nicht mehr benutzt wird und hat diesen durch diverse Maßnahmen ohne GPS Gerät unkenntlich gemacht. Wer diesen trotzdem geht, braucht gut Kondition, da dieser schon einiges von einem abverlangt.

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Nun geht es noch vorbei am Restaurant Gut Entenphul. Wer mag, kann hier noch schnell eine Runde Minigolf spielen.

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Wer nun bereits körperlich Müde ist, kann von hier aus direkt zum Parkplatz zurück gehen, oder weiter dem Weg folgen. Hierfür sollte man noch ein gewisses Maß an Energie besitzen, da es noch einmal für Aachener Verhältnisse steil bergauf bis Siebenwege geht.

Nach ein paar Minuten erreicht man wieder den Parkplatz.

Mein Fazit:

Meiner Meinung nach eine sehr abwechslungsreiche und schöne Strecke, die man bei genügend Fitness und Trittsicherheit mal ausprobiert haben sollte, da es nicht nur die üblichen Waldwege sind.

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