Warum ich Maggie so liebe?

Weil sie meine beste Freundin und die wirksamste Medizin ist die man sich nur denken kann. Egal ob man einfach mies drauf ist, total betrübt, sich wegen Schmerzen kaum bewegen kann oder aber einem Mut, Kraft und Motivation fehlen. Sie ist einfach immer ein totaler Sonnenschein und das unabhängig davon wie es ihr geht und wie oft man sie schon tod gesagt hat.

Wie man hat die schon tod gesagt, fragt ihr euch vielleich!? Dazu muss ich euch mal Maggies Lebensgeschichte in Kurzfassung erzählen;-)

Mit elf Monaten stellte man bei ihr schwerste HD links fest, der erste Tierarzt machte mir damals nur wenig Hoffnung. Er meinte, dass sie nie mehr schmerzfrei sein wird und ich daher eine schwere Entscheidung zu treffen hätte. Ich wusste was er meinte. Aber im Ernst, Maggie war doch quasi erst ein Teenager, stand am Anfang ihres Lebens. Wie sollte ich da einfach alles beenden? Welches Recht hätte ich ein Tier das so sehr leben will einfach zu töten? Denn das sie leben will, dass bewies sie mir damals und tut es bis heute noch jeden Tag. Daher entschied ich mich gegen den letzten Gang und lies sie operieren.
Es ging ihr besser, sie spielte nach ein paar Wochen wieder und benötigte schnell kein Schmerzmittel mehr.

Ca ein halbes Jahr später folgte sie im Spiel ihrem vierbeinigen Freund unterm Stacheldrahtzaun durch 🙁 In der Folge entwickelte sich ein Abzess, der unter MRT Kontrolle operiert werden musste, soweit Routine aber leider arbeite der Arzt unsauber bzw. unhygienisch und infizierte sie mit MRSA. Vier Wochen schwerstes Fieber. Total Apathie, keinerlei Hunger mehr. Zwangsernährung und Infusionen zahlreiche Medikamente und jede Menge Pflege waren die nächsten Wochen nötig. Ihr fragt euch warum man da durch kämpft? Weil klein Maggie ihre Lebensfreude jeden Tag zeigte, sie vergaß nie mit dem Schwänzchen zu wedeln, und schleckte mich immer liebevoll nach jeder Behandlung ab. Ich schwor ihr dass ich mit ihr kämpfe, bis sie mir zeigt das sie nimmer will. (Dieser Schwur gilt natürlich immernoch!) Sie schaffte es und besiegte den Keim.
Drei „ruhige“ Jahre gingen ins Land, in Anführungszeichen, denn mit einem Hund voller Lebensfreude und zudem aus einer Arbeitslinie ist es nicht ruhig 😛

Dann ein erneuter Rückschlag. Nun war es das rechte Hüftgelenk das einfach nimmer konnte. Nach 100m war mein Hund am Ende seiner Kräfte, konnte und wollte nicht weiter. Ansonsten war sie aber immernoch ein Sonnenschein. Ich selber lag krankheitsbedingt flach und hatte daher jede Menge Zeit zu recherchieren. Ich stieß auf die Goldakupunktur und entschied mich dafür.  Nun stand Muskelaufbau auf dem Plan. Leichter gesagt als getan, wenn man selber in der Mobilität extrem eingeschränkt ist. Warum das? Weil ich an einer Erkrankung der Nerven bzw. deren Stoffwechsel leide und daher von chronischen Schmerzen, über Fieber bis hin zu Bewegungsstörungen mit Lähmungserscheinungen geplagt werde.

Aber hier kommen wir zu Punkt ich so stolz auf die Maus bin, denn nicht nur das sie die Kämpferin schlechthin ist und immer ansteckend gut gelaunt ist, nein was sie nun tat hat mir geholfen meine Krankheit in den Griff zu bekommen. Wir gingen nun kleine Runden, die ersten Tage nur um den Block, denn für diese 500m brauchte ich eine halbe Stunde. Aber was toll ist, das Maggie auf mich aufpasste und zwar nicht nur das mir niemand zu nah kam, sondern sie stellte sich über Unebenheiten im Pflaster, damit ich dort nicht stürzen konnte, sie stellte sich vor mich, wenn sie merkte das meine Beine wegen der Belastung weich wurden und ich eine Pause brauchte. Um mich danach zu motivieren ging sie vor, drehte sich um, strahlte und wedelte mich an, ging ein paar Meter und wiederholte dies. So trainierten wir und fanden beide zurück zur Mobilität. Heutzutage gehen wir bis zu 8 km an guten Tagen und an schlechten umsorgt mich mein Hund oder ich sie selbstverständlich auch. Sie spürt meine Schübe lange bevor sie mir bewusst werden und hindert mich dann an langen Runden oder dem Autofahren, an solchen Tagen aportiert sie auch. Als Berner sieht sie das normal nicht ein, aber wenn es mir dreckig geht, dann bringt sie mir alles, ohne das ihr das jemals wer bei gebracht hat. Kurzum ich liebe sie einfach und bin unendlich stolz auf meine Maggie.

     

3 thoughts

  1. Du kannst auch stolz auf Deine Maggie sein, ich verfolge Deine Fb Post schon seid einer Weile und freue mich jeden Tag über die Agilität und Freude Deiner Maus.

    1. Dankeschön für deinen lieben Kommentar…hoffe der Blog hier wird eine schöne Ergänzung zu Facebook, denn hier kann man besser nach alten Beiträgen suchen und auch mal was längeres schreiben…aber auch auf Facebook wird es mit zahlreichen Bildern hoffentlich noch lange weiter gehen

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